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Freund, Der Beweis für die Existenz Gottes

Aktualisiert: 15. März

"Freude, schöner Götterfunken, Tochter aus Elysium,

Wir betreten feuertrunken, Himmlische, dein Heiligtum.

Deine Zauber binden wieder, was der Mode Schwert geteilt;

Bettler werden Fürstenbrüder, wo dein sanfter Flügel weilt.

Chor: Seid umschlungen, Millionen! Diesen Kuss der ganzen Welt!

Brüder – überm Sternenzelt muss ein lieber Vater wohnen.


Wem der große Wurf gelungen, eines Freundes Freund zu sein;

Wer ein holdes Weib errungen, mische seinen Jubel ein!

Ja – wer auch nur eine Seele sein nennt auf dem Erdenrund!

Und wers nie gekonnt, der stehle weinend sich aus diesem Bund!

Chor: Was den großen Ring bewohnet, huldige der Sympathie!

Zu den Sternen leitet sie, wo der Unbekannte thronet."...


Die ersten zwei Strophen der „Ode an die Freude“ von Schiller. 1785 geschrieben, in einer Epoche, in der die Aufklärung die Menschen aus Jahrhunderten der Unterwerfung, Dunkelheit, Spaltung und Herrschaft von Menschen über Menschen, aus Kriegen und Krankheit befreite. Es waren Philosophen, Wissenschaftler, Künstler wie Mozart und Dichter wie Schiller, die zu dieser Zeit, am Anfang der Moderne, ein Licht „aus höheren Sphären“ tankten und auf dem dunklen Erdenkreis verteilten. Es begann eine neue Zeit, der Frühling der Nationen, die Geburt der Demokratie, die Charta der Menschenrechte wurde unterzeichnet, das Ende der Sklaverei, die Gleichberechtigung aller Menschen, große Errungenschaften in Technologie, Wissenschaft und Kunst ...


Dieser Geist der Aufklärung, Schiller, verbindet in diesen Versen (und im Rest der Ode an die Freude) die Begriffe der Freundschaft, der Liebe, der Freude mit Gott und den Sternen. Mitten im Krieg, im Hass, in der Lüge, im Schmerz und in der Krankheit seiner Zeit sah er genau in der Liebe und Nähe des Freundes die Kraft, die uns antreibt, nach vorne zu gehen – die Quelle der Freude, die uns ein Mittel ist, jede Krise zu überstehen. Jeder, der einen Freund hat, weiß, dass das wirklich so funktioniert. In der Freundschaft bekommst du die Kraft, alles zu überwinden; göttliche Energie strömt in dein Leben, heilt dich und richtet dich und andere um dich herum auf. Vielleicht deswegen erklärte Platon in seinem „Symposion“ (noch ein Geist der Aufklärung aus antiken Zeiten), dass Liebe (Eros) die Kraft ist, die Menschen dem Göttlichen näher bringt.


In einem Moment des Schmerzes, als mir der eine Freund nahestand, während der Rest der Menschen verrät, verleumdet, verlässt, sprach mein Geist zu diesem einen Freund diese Worte immer wieder: „Du bist der Beweis, dass Gott existiert“.


In diesem Text möchte ich erklären, was das bedeutet. Gleichzeitig ist es ein Lobgesang für meinen Freund und Mann, Heinz Müller.


Es ist tatsächlich ein Wurf, der gelingt, einen Freund zu finden, aber es ist kein Zufall oder Fortuna, sondern ein Zeichen der Güte Gottes und des perfekten Plans des Universums. Es ist Garantie, dass jeder Mensch einen Freund haben kann: Voraussetzung ist, sein eigenes Ego zum Schweigen zu bringen, sich dem universellen Gesetz zu ergeben (was man „an Gott glauben“ übersetzen kann) und nicht "Nein" zu sagen, wenn der Freund erscheint, aber nicht die Bedingungen erfüllt, die wir immer wieder von unserem Partner erwarten. In einem Moment des "Surrender", als ich keine Bedingungen dem Universum stellte und nachdem ich darum bat, ein Licht im Dunkel zu bekommen, nachdem ich nichts erwartete, kam etwas, und gottseidank war ich frei genug von Vorurteilen, erkannte es geistig und folgte. Heinz erschien in meinem Leben in einer der schwierigsten Zeiten. Aber er war viel älter als ich, er kam aus einem ganz anderen kulturellen Hintergrund als ich, und es gab nicht die große körperliche Anziehung zwischen uns, was im Fall der meisten Paare genau der erste Faktor einer Beziehung ist. Eben im Erscheinen des Freundes sieht es so aus, dass nicht der Körper, nicht das Materielle und das Kulturelle, sondern die Sterne, der Geist einer universellen Harmonie und Gerechtigkeit – der viel mehr als die menschlichen Gesetze dieser Erde – das Sagen haben.

Die Freundschaft kommt nicht vom Körper, sie kommt vom Geist.

Um das zu erkennen oder davon gefördert zu werden, muss man wenigstens „die Stimmen unserer irdischen Dimension“ zum Schweigen bringen und einfach dem Ruf des Universums folgen.


Tatsächlich führte mich damas mein Geist und nicht der Körper, wo der Ruf des Universums klang. Und was für ein Klang war das! Heinz begrüsste mich nicht nur mit seiner Gitarre und Gesang sondern er war der erste Mann in meinem Leben, inklusive mein Vater, der die Worte „ich liebe dich“ skandieren konnte – die geistig unfreien Männer vermeiden diese Worte. Er lud mich mutig zu einer Motorradrunde ein, somit trat in meinem dunklen Leben die Freude ein: gemeinsame Initiativen, gemeinsam essen, trinken, lachen, Musik hören, die Welt erkunden. Und das Licht. Damals das Licht der Alpen, während wir mit dem Motorrad die Berge und Täler durchquerten.


Seitdem wir Freunde wurden, kam das Göttliche in unser Leben, und ich heilte langsam, vielleicht er auch. Er förderte mich. Vielleicht ich auch. Wir überwanden Unfälle, Brände, Armut und genossen die Schönheit des Lebens in Reisen. Und als mein Freund, der sonst keine Kinder hatte, krank wurde, war ich da, um ihn zu unterstützen. Alles läuft wie in einem unsichtbaren perfekten Plan.

Und in diesem Punkt komme ich dazu, zu erklären, warum ich in dem Freund den Beweis für die Existenz Gottes sehe.


Dafür erkläre ich vielleicht erst einmal, was ich unter „Gott“ verstehe. Gott ist tatsächlich mit der Wahrnehmung des Menschen einer übernatürlichen Kraft verbunden, die man geistig seit Anfang des Lebens empfindet, aber nicht richtig begreifen kann – deswegen sind wir ein Leben lang auf der Suche nach Verständnis und Verbindung mit dieser Entität, die manche Völker nicht mal nennen können. Die Juden nennen es „Jehova“, es bedeutet „ich bin der ich bin“ – eine pure Existenz, aber wir versuchen, das immer besser zu begreifen – und unsere Wahrnehmung Gottes verbessert sich mit der Zeit. Diesen Prozess nannten die Griechen Philosophie, andere Religion. Verschiedene Völker nehmen seit Anfang der Geschichte des Menschen diese metaphysische Entität anders wahr, deswegen haben verschiedene Völker verschiedene Götter. Andere vergöttlichen Naturkräfte, andere Entitäten wie Grausamkeit, Chaos oder Krieg; es sieht wirklich so aus, dass je nach Kultur die Menschen den Gott anders empfinden.


Aber die Griechen waren Freigeister, und deswegen entwickelte sich ihre Kultur mit der Zeit. Sie ließen sich immer wieder von fremden Kulturen wie aus Ägypten, Phönizien oder später dem Judentum beeinflussen, und vielleicht weil das Licht der Sonne besonders stark auf diesem Land leuchtet, beeinflusste die Griechen der Geist vom Universum stark. Sie gaben den Sternen und Planeten die Namen ihrer Götter, Heroen und mythologischen Wesen.

Die Juden ebenfalls, wie die Griechen, waren in geistiger Avantgarde bei der Wahrnehmung des Göttlichen.

Als in Griechenland der Sonnenkult um Apollo und Sokrates über die mögliche Existenz eines einzigen „unbekannten Gottes“ sprach, hatten die jüdischen Propheten schon längst die Wahrnehmung der einzigen Kraft – der alles erschaffen hat – begriffen. In ihrer Kosmologie sahen sie geistlich, wie diese Kraft das Universum, die Erde, das Leben und schließlich den Mensch und seine Freund(in) erschuf, und sie lebten im Paradies, was diese wunderschöne Erde ist und wo alle anderen Tiere weiter leben.

Die jüdische Kosmologie sieht diese Kraft als eine Stimme, die zu uns spricht, die Engel als Vermittler zwischen Himmel und Erde nutzt und die Treue und Glauben als höchstes Zeichen der Liebe belohnt, während Verrat und Ungerechtigkeit straft. Das Alte Testament ist die Geschichte der geistigen Entwicklung der Menschheit, vertreten im jüdischen Volk durch Zyklen von Verfall und Rettung, das Wirken von Propheten und Menschen einer höheren geistigen Kraft. Die jüdische Gesellschaft kam in Berührung während der Hellenistischen Zeit (Alexander) mit der griechischen (platonischen) Philosophie, es bereicherte sich also die geistige Wahrnehmung des Göttlichen. Jesaja sah die Erscheinung eines Messias voraus, der die leidende Menschheit aus diesem ewigen Zyklus der Blüte und Leid befreit und ihnen das „ewige Leben“, die Versöhnung mit Gott, die Rückkehr ins Paradies bringen sollte. Und Jesus erschien und brachte eine neue Wahrnehmung des Göttlichen, nicht mehr als etwas Fremdes und „oben“, sondern überall, auch in uns.


An diesen Gott glaube ich. Den Gott der Juden, die auf den Messias warteten. Und genauso wie sie glaube ich an die Erlösung der Menschheit aus Tod, Krieg und Leid durch das Wirken des Gottessohnes Jesus. Diese universelle Entität, die das Universum erschaffen hat (egal wie), manifestierte sich in diesem bestimmten historischen Moment auf Erden, indem sie wirklich die Gestalt eines echten Menschen nahm wie ich und du. Und somit erlaubte es, dass jeder von uns auf den Schritten dieses ersten Menschen, der direkt göttlich war, zurück zu Gott kommen kann. Also uns von universeller Weisheit und Gesetzen so zu erfüllen, dass unser Leben wieder so harmonisch wird wie alles im Universum, was unser Leben auf der Erde nicht gelingt. „Vater im Himmel ...“


Das ist der Gott, an den ich glaube, und Jesus ist mein geistiges Vorbild, sein Sohn und mein Bruder, mein geistlicher Freund, der Gottessohn, der in mir das Bewusstsein weckt, ebenfalls ein Kind Gottes zu sein. Selbst göttlich. Es gibt tatsächlich auf dem Planeten Erde keine geistig höhere Wahrnehmung des Göttlichen als die des Gottes von Jesus; das ist der Weg zur Erlösung der Welt, pures Licht, das uns den Weg aus der Dunkelheit zeigt.


Dass dieser Gott „im Himmel“ wahrgenommen wird und Schiller ihn tatsächlich als „Sternenrichter“ bezeichnet, hängt damit zusammen, dass eine höhere Wahrnehmung in uns erlaubte, plötzlich zu begreifen, dass die Erde keine Scheibe ist und nicht das Zentrum des Universums, sondern ein Planet in einem Planetensystem, in einer Galaxie in einem endlosen Universum. Dieser Raum/Zeit – unbegreifbar durch unser kleines Gehirn, begreifbar dennoch durch unseren Geist – ist, weil wir Teil davon sind. Der Geist ist für mich eine Energie, die das Leben in der Materie weckt. Wir atmen, wir leben, und plötzlich aus unseren Zellen entwickelt sich ein quantisches Feld, das Quantisches vom Universum spüren kann. Wir Menschen sind gleichzeitig Körper und Geist, also Antennen für den Geist, diese "Suppe" von Energien, die das Universum ausmacht. Sobald wir uns im Einklang mit diesem Universum fühlen, können wir plötzlich diese Unendlichkeit wahrnehmen, aber in einer Weise, die nicht alle in Worte fassen können.

Tatsächlich ist am häufigsten die Poesie, der Gesang oder die Musik, Kunst im Allgemeinen, die am nächsten diese Entität beschreiben kann, nicht so gut Worte. Schiller konnte das schön. Die jüdischen Schriftsteller der Bibel und David während der Psalmen oder Platon in seinen Dialogen konnten es.

Wir aber, die dieses Talent nicht haben, streiten ständig, wenn es um Götter, Ideen geht, obwohl wir alle dieselben Kinder dieses einen universellen Schaffensgeistes sind. Unsere Sprache und Kultur ist von Volk zu Volk unterschiedlich, und spaltet uns. Deswegen sind universelle Geister, die besser Gott begreifen können, so wichtig zu hören.


Die Sterne bewegen sich in einem kosmischen Tanz, der kein Ende hat, und die Zeit ist gar nicht so, wie wir sie hier auf Erden verstehen. Vielleicht gibt es gar keine lineare Zeit. Es sieht so aus, dass die Geburte von mir und Heinz an bestimmten Momenten stattfanden und unser Treffen ebenfalls; das waren keine zufälligen Momente. Es war ein perfekt orchestrierter universeller Tanz, und wir waren im Einklang mit diesem Universum, als wir uns trafen. Tatsächlich, wenn man einen astrologischen Plan unserer Synastrie anschaut (das ist eine Berechnung, wie sich der Sternenhimmel an der Zeit unserer Geburt miteinander vertragen) – da sieht man ein Stellium auf diesem Plan. Das ist eine riesige Konstellation von einem Haufen Planeten. Planeten trafen sich zusammen um die Freundschaft von mir und Heinz zu orchestrieren. Es war ein kosmischer Plan – und es hat gestimmt –, weil tatsächlich gab uns diese Freundschaft immer wieder die Kraft vom Universum, Schwierigkeiten, Krankheiten und Leid zu überwinden.


Glaubt, liebe Freunde. Die Freundschaft ist nicht nur der Beweis der Existenz Gottes. Es ist ein Geschenk Gottes an die Menschheit, um besser schwierige Zeiten zu überstehen.

Betet zum Universum um einen Freund, wenn ihr keinen habt, und bleibt offen für seine Erscheinung. Und wer einen Freund schon hat, freue sich des Lebens und danke dem Vater im Himmel.




Post Scriptum

Die Menschen sollen an Gott glauben, weil es Gesetze gibt, und diese Gesetze sind dafür verantwortlich, unser Leben schön zu machen. Warum alle Tiere und alle Pflanzen in der Natur ein normales Leben führen, und nur der Mensch absurden Schmerz, Leid, Gewalt erlebt, verursacht Irrationalität, Kriege, die sonst nicht existieren würden. Der Mensch hat Verstand. Und viele Menschen nutzen diesen Verstand, um an Gott nicht zu glauben. Sie sagen: Es gibt keinen Gott, sonst würde das alles nicht passieren.

Ihr Dummköpfe, das ganze Leid der Erde ist durch Menschen verursacht, wie ihr, die an Gott nicht glaubt. Die nicht glauben, dass Gesetze des Universums existieren, und deswegen leben sie absurd. Sie wissen nichts vom Gesetz der Aktion-Reaktion, was die Hindus Karma nennen, sie wissen nicht, dass alles, was du tust, eine Wirkung im Universum verbreitet, die eines Tages zu dir zurückkehrt. Sie wissen nichts von der absoluten Harmonie und dem kosmischen Tanz der Planeten, den Zyklen der Natur - aus dem sie sich entziehen um reissen in dem Chaos auch andere mit. Kurz: Sie glauben nicht an Gott. Genauso schlimm für die Welt wie diese gottlosen Dummköpfe sind die „Pharisäer“ – angeblich gottfürchtige, die aber nichts vom Gott verstehen, aber sich als Gottes Vertreter darstellen.

In jeder Religion gibt es solche. Pharisäer werden es immer geben, solange es Menschen gibt, die nicht richtig lernen wollen. Um das richtig zu lernen, musst du erst bescheiden sein. Bereit sein, klein zu sein, denn dann anerkennst du, dass ER, nur er der Weise ist. Und du eine kleine Ameise, seine Kreatur. Die seine Weisheit als Gnade bekommen kannst, wenn du danach fragst. Er kann es dir geben. Nur er. Deswegen sagte klugerweise Sokrates: „Eins weiß ich, dass ich nichts weiß.“ Und „Besser Nichtwissender als Halbwissende“. Weil die Halbwissenden sofort arrogant werden. Ein echter Wissender empfindet sofort seine Kleinigkeit im Netz der Gesetze des Universums, was Gott bedeutet. Und wenn er diese Kleinigkeit begreift und sein Mitwirken im Universum als Teilchen der universellen Harmonie, automatisch füllt sich sein Leben mit Gnade, der Liebe Gottes, und der Weg für die Lösung seiner Probleme öffnet sich.

Vernünftige, gerechte Gedanken machen, also unser Gehirn für den Fluss universeller Weisheit zu öffnen, heilt. Ich hoffe, mein Heinz, der Mann, der für mich die Existenz Gottes bewies, kann mit seiner göttlichen Einfachheit und Liebe, seinen vernünftigen Gedanken, Gerechtigkeit und Güte auch seine Gehirnzellen heilen (er hat Gehirntumor).

 
 
 

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